Anlagebetrug über WhatsApp und Telegram nimmt zu
Düsseldorf. In Nordrhein-Westfalen warnte das Landeskriminalamt (LKA) vor einer neuen Welle von Finanzbetrug über WhatsApp- und Telegram-Gruppen. Betrüger geben sich als Anlageexperten aus und platzieren zusätzlich Fake-Accounts, die angebliche Gewinne teilen, um Vertrauen zu schaffen.
Laut LKA-Bericht 2025 werden Opfer zunächst mit auffälliger Werbung in Chatgruppen gelockt. Dort folgen scheinbar seriöse Tipps, bevor „innovative Investments“ angeboten werden. Wer Geld einzahlt, verliert es – und wird aus der Gruppe entfernt.
Im Jahr 2025 registrierte die Polizei in NRW 1.891 internetbezogene Wirtschaftsstraftaten, insgesamt 6.939 Fälle. Der Schaden durch Wirtschaftskriminalität belief sich auf rund 469 Millionen Euro.
Innenminister Herbert Reul betonte: „Die Polizei darf im digitalen Raum nicht am Spielfeldrand stehen – sie muss dorthin, wo die Täter sind.“