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DIHK fordert Verfassungsänderung für Sonntagsöffnungen

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Peter Adrian, hat eine Änderung des Grundgesetzes gefordert, um die rechtliche Unsicherheit bei Sonntagsöffnungen von Geschäften zu beseitigen.

Hintergrund der Debatte

  • Adrian betont, dass Online-Shopping rund um die Uhr möglich sei, während stationäre Händler strengen Regeln unterliegen.

  • Laut DIHK fehlt ein verlässlicher rechtlicher Rahmen für Sonntagsöffnungen, was hohe Klagerisiken mit sich bringt.

  • Die bestehenden Vorschriften zu Ladenschlusszeiten bezeichnete Adrian als „überholt“. Händler sollten selbst entscheiden dürfen, ob sie sonntags öffnen.

Bezug auf das Urteil von 2009

  • Adrian verweist auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2009, das Sonntage und Feiertage unter besonderen Schutz stellte.

  • Damals wurde auf die Formulierung der Weimarer Verfassung („geistige Erhebung“) Bezug genommen – ein Ansatz, den Adrian heute als nicht mehr zeitgemäß ansieht.

  • Eine Verfassungsänderung könnte seiner Ansicht nach mehr Rechtssicherheit schaffen.

Regierung und Branchenforderungen

  • Auch die Bundesregierung plant, die Möglichkeiten für Sonntagsarbeit in bestimmten Branchen auszuweiten.

  • Ein Gesetzentwurf sieht vor, dass Beschäftigte in Bäckereien und Konditoreien ab Januar 2027 bis zu acht Stunden sonntags arbeiten dürfen (statt bisher drei).

  • Öffentliche Bibliotheken sollen sonntags bis zu sechs Stunden geöffnet werden können.

  • Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert ebenfalls mehr Flexibilität für den Einzelhandel.

Widerstand von Gewerkschaften und Kirchen

  • Gewerkschaften und Kirchen warnen vor einer Aushöhlung des verfassungsrechtlichen Sonntagsschutzes.

  • Sie betonen die gesellschaftliche Bedeutung eines gemeinsamen arbeitsfreien Tages für Familien und das soziale Leben.

Nachrichtenübersicht: DIHK fordert Verfassungsänderung für Sonntagsöffnungen. Regierung und Handel wollen mehr Flexibilität, Gewerkschaften und Kirchen warnen vor Risiken.

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