Kamerun seit zwei Monaten ohne Präsident: Biya sorgt für politische Unsicherheit
Der 93-jährige Präsident Paul Biya ist seit dem 7. Juni nicht mehr in Kamerun. Seine lange Abwesenheit entfacht Spekulationen über seinen Gesundheitszustand und die Stabilität des Landes.
Kameruns Präsident Paul Biya hat das Land am 7. Juni für eine „kurze private Reise nach Europa“ verlassen – doch bis heute ist er nicht zurückgekehrt. Offizielle Stellen betonen, Biya sei wohlauf und werde bald heimkehren, doch ein konkretes Datum bleibt aus.
Oppositionsparteien kritisieren die Situation scharf und sprechen von einem „institutionellen Vakuum“. In sozialen Netzwerken kursieren ironische Kommentare über einen „Fern-Präsidenten“.
Trotz seiner Abwesenheit unterzeichnete Biya am 4. August mehrere Dekrete, mit denen hochrangige Militärposten neu besetzt wurden. Der Kommandeur der Präsidentengarde wurde zum General befördert, vier regionale Kommandanten wurden ausgetauscht.
Seit 1982 steht Biya an der Spitze Kameruns. Seine wiederholten und langen Aufenthalte im Ausland nähren seit Jahren Diskussionen über seine Gesundheit und die Zukunft des Landes.