✓ Ende der Heizkessel.

Debatte um Frühverrentung mit 45 Beitragsjahren

In Deutschland wird die Reform der Rente erneut kontrovers diskutiert. CDU/CSU und SPD prüfen derzeit, ob die bisherige Regelung der abschlagsfreien Frühverrentung nach 45 Beitragsjahren verschärft werden soll. Auf dem Tisch liegt das Modell, die erforderliche Beitragszeit auf 46 oder 47 Jahre zu erhöhen.

Damit müssten Beschäftigte künftig ein bis zwei Jahre länger arbeiten, um ohne Abschläge früher in Rente gehen zu können. Innerhalb der Koalition wird außerdem erwogen, die Möglichkeit der Frühverrentung auf besonders belastende körperliche Tätigkeiten zu beschränken und die Anrechnung von Kindererziehungszeiten neu zu regeln.

Die aktuelle Regelung, oft als „Rente mit 63“ bezeichnet, gilt längst nicht mehr für alle. Nach Angaben der Bundesregierung können Versicherte, die ab 1964 geboren sind, erst mit 65 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen – vorausgesetzt, sie haben 45 Beitragsjahre erfüllt.

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte im Sommer betont, dass Frühverrentung nicht weiter gefördert werden solle. Er sprach sich für die Abschaffung der Regelung aus, zeigte sich aber offen für Übergangsfristen.

Auch Experten wie Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats, und Constanze Janda, Vorsitzende der Rentenkommission, fordern ein Ende der abschlagsfreien Frühverrentung. Sie verweisen auf Milliardenkosten für den Staat und soziale Ungleichheiten, da gesunde Beschäftigte überproportional profitieren, während die Belastung von Beitragszahlern steigt.

Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche unterstützt die vollständige Umsetzung des 33-Punkte-Reformpakets der Kommission.

Nachrichtenübersicht: CDU/CSU und SPD diskutieren über Reform: Frühverrentung ohne Abschläge soll auf 46 oder 47 Beitragsjahre verlängert werden.

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1999-01-01T01:19:19.040-19:19 | Redaktionsrichtlinien | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung |Frankfurt Aktuelle Nachrichten |