Deutschland prüft Sicherheitsrisiken vernetzter chinesischer Autos
Berlin – Deutschland untersucht die Sicherheitsrisiken von vernetzten Fahrzeugen chinesischer Hersteller. Experten warnen, dass die von den Autos gesammelten Daten möglicherweise für Spionagezwecke genutzt werden könnten. Die modernen Fahrzeuge erfassen große Mengen an Informationen über ihre Umgebung und Bewegungen, was Bedenken hinsichtlich Datensicherheit und Missbrauch verstärkt.
In den letzten Jahren hat die Zahl der eingesetzten Sensoren und Chips in Autos stark zugenommen. Neue, mit dem Internet verbundene Fahrzeuge scannen kontinuierlich ihre Umgebung – von Abstandsmessungen bis hin zu Verkehrszeichen-Erkennung und Parkhilfen. Fachleute weisen jedoch darauf hin, dass diese Systeme auch potenzielle Einfallstore für Missbrauch darstellen könnten.
Das Bundesinnenministerium spricht derzeit von „abstrakten Risiken“, betont aber, dass technische Maßnahmen solche Bedrohungen nicht vollständig ausschließen können. Konkrete Fälle seien der Bundesregierung bislang nicht bekannt.
Thorbjörn Schulz vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik fordert mehr Bewusstsein bei den Menschen: „Wir müssen die Menschen sensibilisieren, dass diese Daten weitergegeben werden können – sei es für Werbung oder zum Training einer künstlichen Intelligenz.“