Deutschlandticket: Ab 2027 droht neue Preiserhöhung – Monatsabo könnte 66,40 Euro kosten
Das bundesweite Deutschlandticket steht erneut vor einer Preissteigerung. Nach ersten Berechnungen könnte der monatliche Abopreis im Jahr 2027 von derzeit 63 Euro auf rund 66,40 Euro steigen.
Das Deutschlandticket begann 2022 mit dem viel beachteten 9-Euro-Ticket und wurde später auf 49 Euro, 58 Euro und schließlich Anfang 2026 auf 63 Euro angehoben. Mit dem neuen Modell, das im Frühjahr von den Bundesländern beschlossen wurde, wird der Preis nicht mehr politisch festgelegt, sondern orientiert sich an einem Kostenindex. Dieser berücksichtigt Personal-, Energie- und allgemeine Betriebskosten.
Details zur Preisentwicklung:
Erste Berechnungen deuten auf eine Erhöhung um etwa 3,40 Euro hin.
Der endgültige Preis soll im September 2026 bekanntgegeben werden.
Branchenvertreter hatten bereits zu Jahresbeginn vor steigenden Kosten gewarnt.
Ingo Wortmann, Präsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen, betonte, dass eine moderate Anpassung von den Fahrgästen akzeptiert werden könne. Selbst mit einem Preis von 66,40 Euro bleibe das Deutschlandticket vielerorts günstiger als klassische Monatskarten im Nahverkehr.
Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag die Fortführung des Deutschlandtickets zugesichert und gleichzeitig angekündigt, dass es zu schrittweisen Preisanpassungen kommen werde. Ziel sei es, die Finanzierung zwischen Bund und Ländern langfristig planbar zu gestalten.
Am Donnerstag beraten die Verkehrsminister über regionale Bahngebühren und mögliche Finanzierungsmodelle. Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach fordert dabei eine Lösung, die von allen Seiten getragen werden kann.