England ruft Dürre-Notstand aus: 71 % des Landes betroffen
Die britische Umweltbehörde hatte bereits Ende Juli für die Hauptstadt London sowie große Teile von England und Wales Dürre ausgerufen. Heute tagte die Nationale Dürregruppe, bestehend aus Regierungsvertretern, Branchenexperten und Landwirten.
Nach der Sitzung wurden weitere Regionen offiziell als Dürregebiete eingestuft: East Midlands, Lincolnshire und Northamptonshire, Kent und East Sussex sowie Solent und South Downs. Damit gilt nun für 71,3 % des Landes der Dürre-Notstand.
Die Behörden warnen, dass die Wasserressourcen landesweit unter Druck stehen. In den am stärksten betroffenen Gebieten leben 45 Millionen Menschen, während 27 Millionen Einwohner bereits mit Einschränkungen beim Wasserverbrauch konfrontiert sind.
Der Vorsitzende der Nationalen Dürregruppe, Tony Grayling, erklärte: „Die Dürrebedingungen verschärfen sich weiter. Ohne erhebliche und anhaltende Niederschläge wird sich die Lage nicht entspannen.“
Durch den menschengemachten Klimawandel erlebt England tiefgreifende Veränderungen seines Wetters. In einigen Regionen, die sonst für ihr regenreiches Klima bekannt sind, hat es seit fast zwei Monaten keinen nennenswerten Niederschlag gegeben.